Rollstuhl Rugby – Presse-Etikette berücksichtigen …

Rollstuhl Rugby | Wheelchair Rugby

Berichterstattung über Personen mit Behinderung | Rollstuhl Rugby Presse-Etikette | aus dem Presse Guide der IWRF EC 2017 Webpage

Wer über den Behindertensport berichtet, hat es häufig mit Begrifflichkeiten zu tun, die, wenn sie nicht richtig eingesetzt werden, sehr leicht als verletzend empfunden werden können, obwohl es nicht so gemeint war, wie es geschrieben wurde. Hier sind einige Hinweise, wie man einem solchen Konflikt aus dem Weg gehen kann.

  • Identifizieren Sie zunächst immer die Person und dann die Behinderung der betroffenen Person. Manchmal ist es gar nicht notwendig oder relevant die Behinderung zu erwähnen, demzufolge müssen Sie sich nicht dazu verpflichtet fühlen die Behinderung zu vermerken. Sollte die Beschreibung notwendig sein, erwähnen Sie lediglich die Behinderung und fahren Sie anschließend fort.
  • Interagieren Sie ganz normal und natürlich und legen Sie nicht jedes einzelne Wort auf die Goldwaage – selbiges gilt für Ihre Handlungen. Seien Sie nicht verlegen sollten Sie übliche Floskeln wie „wir sehen uns später“ (gegenüber einer Person mit einer Sehbehinderung) oder „ich würde besser mitlaufen“ (gegenüber einer Person, der/die auf den Rollstuhl angewiesen ist).
  • Vermeiden Sie die Benutzung von emotionalen Wörtern wie „Tragödie“, „Betrübt“, „Opfer“ oder „am Rollstuhl gefesselt“. Richten Sie Ihren Fokus auf die Fähigkeiten und nicht auf die Einschränkungen, bspw. jemand „benutzt einen Rollstuhl“ anstelle „auf den Rollstuhl beschränkt“ oder „an den Rollstuhl gebunden“.
  • Vermeiden Sie Personen als „außergewöhnlich“ oder „“übermenschlich“ zu portraitieren. Beispiel: Übertreibungen von vollbrachten Leistungen von Sportlern/Sportlerinnen mit einer Beeinträchtigung suggeriert versehentlich, dass die Erwartungen an die Sportler/innen nicht sonderlich hoch sind.
  • Portraitieren Sie die Person so wie Sie im wahren Leben auch ist. Bspw.: eine Person mit einer Beeinträchtigung könnte ein/e Athlet/in sein, selbige könnte aber auch ein Elternteil, Bauingenieur, Doktor, Manager oder ein Journalist sein.
  • Die Menschen wollen keine Empfänger von Mitleid sein. Bedenken Sie, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung nicht chronisch krank sind.
  • Fragen Sie immer eine Person mit einer Beeinträchtigung ob Sie Unterstützung benötige bevor Sie einfach eingreifen. Ihre Hilfe könnte nicht notwendig sein. Wie auch immer, es ist stets in Ordnung nachzufragen ob Hilfe benötigt wird. Sollte Ihre Hilfe in Anspruch genommen werden, befolgen Sie die Instruktionen oder fragen Sie nach.
  • Wenn Sie mit einem Menschen mit einer Beeinträchtigung Kontakt haben, sprechen Sie direkt mit der Person sollte ein „Dolmetscher“ oder „Begleiter“ nicht benötigt werden.
  • Vergessen Sie bitte nicht, dass eine Person mit einer Beeinträchtigung eventuell mehr Zeit und Geduld in Anspruch nimmt um aktiv und eigenständig zu interagieren. Geben Sie dieser Person mehr Zeit sollten eben jene Kommunikationshilfsmittel benutzen oder eine Lernbehinderung haben.
  • Sollten Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie nochmals bei der Person mit einer Beeinträchtigung nach.
  • Respektieren Sie die Privatsphäre der befragten Person und rufen Sie sich in Erinnerung, dass der Rollstuhl ein Teil der Privatsphäre ist.
  • Vermeiden Sie

    Verwenden Sie anstatt

  • Behinderter Sportler / Person Athlet / Person mit Behinderungen

    Athlet / Person mit einer Behinderung oder Paralympischer Athlet. Rücken Sie den Athleten oder die Person in den Vordergrund, anstatt sich auf seine oder ihre Behinderung zu konzentrieren

  • Behinderte oder Körperbehinderte

    Menschen mit einer körperlichen Behinderung.

  • Normale Athleten

    Athleten ohne Behinderung.

  • Der Paraplegiker/der Querschnittgelähmte

    Eine Person mit Paraplegie.

  • Der Tetraplegiker

    Eine Person mit Tetraplegie

  • Der Blinde

    Personen mit Sehbehinderung oder Blindheit.

  • Der Zurückgebliebene

    Eine Person mit geistiger Behinderung

  • Der Spastiker

    Eine Person mit Zerebralparese.

  • Abnormal, subnormal, defekt, deformiert

    Das sind negative Begriffe, die das Versagen, persönliche Vollkommenheit zu erreichen, implizieren. Geben Sie konkret die Behinderung an.

  • Betroffen von ...

    Die meisten Menschen mit einer Behinderung sehen sich nicht als betroffen. Sagen die Person hat … (die Behinderung)

  • Eingeschränkt auf einen Rollstuhl

    Ein Rollstuhl sorgt für Beweglichkeit und ist nicht einschränkend. Eine Person benutzt einen Rollstuhl.

  • Krüppel oder verkrüppelt

    Diese Worte vermitteln ein negatives Bild eines verdrehten hässlichen Körpers. Sagen Sie mit einer körperlichen Behinderung.

  • Krankheit (bei gleicher Behinderung)

    Viele Behinderungen, wie zerebrale Lähmung und Wirbelsäulenverletzungen, werden nicht durch eine Krankheit oder Erkrankung verursacht. Sagen Sie er hat eine Behinderung.

  • Stümpfe

    Dies hat die Assoziation, dass die Glieder der Person wie ein Baum abgeschnitten wurden. Sagen Sie Amputation.

  • Leidet unter, Leidende

    Menschen mit einer Behinderung leiden nicht unbedingt. Sagen Sie er/sie hat….(die Behinderung).

  • Opfer

    Menschen mit Behinderung sind nicht unbedingt Opfer und ziehen es vor, nicht als solche wahrgenommen zu werden. Sagen Sie er/sie hat….(die Behinderung)

Externe Inhalte

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Die Homepage der IWRF Division A EC 2017
Die Homepage des DBS

Pixolli Studios

Hier könnt ihr weitere Informationen zu den Pixolli Studios finden.

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Interne Inhalte

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Zum Blog von Pixolli Studios
Zur Sportfotografie von Pixolli Studios

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