DFB-Pokal – Die Wölfe haben wieder zugeschlagen

By 28. Mai 2017allgemein
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Pokalentscheidung im DFB-Pokal

DFB-Pokal: SC Sand gegen VfL Wolfsburg im RheinEnergieStadion am 27. Mai, 2017 in Köln, Deutschland.

2:1 gegen Sand, Wolfsburg erneut Pokalsieger

Die Frauen des VfL Wolfsburg haben den DFB-Pokal gewonnen und erneut das nationale Double aus Meisterschaft und Pokalsieg gefeiert. Im Endspiel im RheinEnergieStadion in Köln gewann das Team von Trainer Ralf Kellermann, der sein letztes Spiel als VfL-Coach absolvierte, mit 2:1 (0:0) gegen den SC Sand. Bereits im Vorjahr hatten sich die beiden Teams im Finale gegenübergestanden – auch damals siegte der VfL mit 2:1.

Am Samstag erzielte Pernille Harder (65., 75.) die entscheidenden Treffer für den VfL Wolfsburg. Nach einer Roten Karte gegen Alexandra Popp (77.) und einer Gelb-Roten Karte gegen Sara Björk Gunnarsdottir (90.+5) musste Wolfsburg bis zum Schluss zittern. Jovana Damnjanović (78.) hatte unmittelbar nach dem Platzverweis gegen Popp zum 1:2 für Sand verkürzt.

Zu mehr reichte es für den Klub aus dem südbadischen 2000-Einwohner-Dorf trotz einer leidenschaftlichen Schlussphase nicht mehr – der SC Sand muss weiter auf seinen ersten Pokalsieg warten. Der VfL Wolfsburg bescherte Trainer Ralf Kellermann dagegen mit dem vierten Pokal-Triumph seit 2013 das perfekte Abschiedsgeschenk. Nach neun Jahren Doppelfunktion und neun Titeln in den vergangenen fünf Jahren konzentriert sich der 48-Jährige nun auf den Job als Sportlicher Leiter der VfL-Frauen.

Zwei Kopfballtreffer sorgen für die Entscheidung

Vor 17.016 Zuschauern, darunter auch Bundestrainerin Steffi Jones, DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg und die ehemalige Nationalspielerin Celia Sasic, war Wolfsburg von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. Doch bis auf einen Distanzschuss von Caroline Hansen (2.), den Sand-Torhüterin Carina Schlüter souverän parierte, wurde der VfL zunächst kaum gefährlich. Das lag vor allem am SC Sand, der konsequent verteidigte und sich auch immer wieder selbst in die Offensive wagte.

In den entscheidenden Momenten fehlte es den Zuspielen aber auf beiden Seiten an Präzision und Tempo, sodass es zunächst kaum Torchancen gab. Wenn es gefährlich wurde, dann durch Einzelaktionen wie bei Pernille Harders Distanzschuss (25.), den Schlüter aber über das Tor lenkte. Auf der Gegenseite schoss Laura Feiersinger (45.), Tochter des früheren österreichischen Nationalspielers Wolfgang Feiersinger, knapp über das Tor.

Auch nach der Pause blieb die Partie offen. Wolfsburg erhöhte etwas den Druck, hatte mehr Ballbesitz und suchte die Lücke, Sand verteidigte aber geduldig und aufmerksam. So blieb das Spiel komplett offen und umkämpft, und erst eine Standardsituation brachte die Wolfsburger Führung: Torhüterin Schlüter verpasste einen Eckball von Hansen, und Harder war per Kopf zur Stelle.

Als die Dänin kurz darauf erneut mit einem Kopfball zum 2:0 traf, schien die Partie entschieden. Doch der Platzverweis gegen Popp und der sofortige Anschlusstreffer durch Damnjanović sorgten für eine umkämpfte und dramatische Schlussphase mit dem besseren Ende für den VfL.

Mitteilung © [dfb]

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